Ostern steht vor der Tür und viele fragen sich wie jedes Jahr: Ostereier selber färben oder selber kaufen? Natürlich bedeutet Ostern weitaus mehr, als nur Schokohäschen, Ostereier und Frühlingsfeste feiern. Es ist das größte christliche Fest, das an die Auferstehung Jesu erinnert. Und dennoch sind auch die Bräuche, die in diesem Zusammenhang stehen, etwas Schönes. So auch das Ostereier Färben, verstecken und suchen.

Ich habe bisher nicht sehr oft Ostereier gefärbt, und wenn, dann mit den gängigen Farben, die es im Supermarkt zu kaufen gibt. Aber heuer stand ich vor einer mir selbst auferlegten Herausforderung: Färben mit natürlichen „Farben“ aus Lebensmitteln. Und ich muss sagen, dass ich mehr als begeistert bin. Man kann sooo kreativ sein und vieles ausprobieren. Bis Ostern werde ich sicher die eine oder andere Farbe und Farbmuster/technik ausprobieren, aber für den Anfang bin ich recht zufrieden 🙂 Das beste an dieser Form der Färbung ist, dass es nichts ausmacht, wenn mal die Schale von einem Ei beim Kochen platzt (und ich denke, dass das wohl jedem schon einmal passiert ist), denn es kommen keine Chemikalien oder sonstige Stoffe in das Ei hinein.

Die Inspiration habe ich mir von einigen Internetseiten geholt. Einen sehr guten Überblick bietet z.B. folgende Seite: http://www.farbenundleben.de/titel/ostereier_faerben.htm

Aber auch zahlreiche Kochseiten geben gute Anleitungen für das Färben mit natürlichen Zutaten.

Für ein sehr gutes Ergebnis ist es wichig, dass ihr nach Möglichkeit weiße Eier verwendet. Am besten funktioniert haben bei mir übrigens die Farben violett/blau (aus Heidelbeeren), gelb (Curkuma), rosa (rote Rübe). Grün wollte nicht so richtig, weder mit Spinat noch mit Grüntee.

Verzieren könnt ihr übrigens auch mit diesen Schleifen, die man um das Ei wickelt und dann für 1-2 Sekunden in kochendes Wasser gibt. Wollt ihr ein Muster haben, so könnt ihr entweder Zwiebelschalen oder andere kleine Blätter auf die Eier geben und dann in einen Strumpf fest wickeln oder aber z.B. mit Zitronensaft und einem Wattestäbchen vorher ein Muster auf die weißen Eier „malen“ – dort wo der Zitronensaft war, kommt dann keine Farbe hin. Dezent werden auch Streifen, wenn man Kordeln oder Gummiringerl um die Eier fest bindet, dann bekommt man auch eine Art Batikmuster.

Ich habe auch einige Färbetechniken ausprobiert. Die kräftig blauviolette Farbe habe ich z.B. bekommen, indem ich Heidelbeeren mit etwas Wasser zunächst aufgekocht habe, und dann die Eier für ca. 15 Minuten darin gekocht habe (das Eigelb wurde übrigens nicht grün, sondern blieb schön gelb). Die schöne gelbe Farbe entstand, indem ich 2 EL Curkuma in 1 l Wasser aufgekocht und die (vorher hart gekochten) Eier dann für ca. 15-20 Minuten in den Sud hineingegeben habe. Es funktionieren also beide Techniken. Etwas Geduld braucht man allerdings schon 😉

Und zum Abschluss will ich euch natürlich das süße Osterlamm-Rezept nicht vorenthalten, denn es ist wie immer zuckerfrei. Gesüßt habe ich diesmal ausschließlich mit Datteln und etwas Apfelmus. Das Ergebnis ist – sowohl von der Konsistenz als auch vom Geschmack – hervorragend. Probiert mal!

Süßes Osterlamm (gebacken in der Zenker Osterlamm-Form, Original Rezept auf der Verpackung)
120 g Datteln
2 Eier
120 g weiche Butter
1-2 Esslöffel sweet vanilla
160 g Weizenmehl
1 TL Backpulver
Abrieb 1/2 Bio-Zitrone
2 EL Apfelmus ohne Zuckerzusatz
etwas Butter zum Ausfetten der Form und Semmelbrösel zum Ausstreuen

 

Backofen vorheizen.
1. Datteln im hochleistungsstarken Mixer (bei mir Thermomix, Stufe5 ca. 8 Sekunden) pürieren.
2. Butter und Eier hinzugeben und 2 Minuten cremig rühren (ich verzichte aus Zeitgründen auf das Trennen von Eiweiß und Eidotter – und es funktioniert auch!)
3. Restliche Zutaten hinzufügen und zu einem cremigen Teig verrühren (TM Stufe 4,5 ca. 25 Sekunden).
4. Die Form mit Butter ausfetten und mit Semmelbrösel ausstreuen.
5. Teig hineingeben und glattstreichen.
6. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober/Unterhitze ca 40-45 Minuten backen (ich habe ein Backblech noch drunter gegeben, weil der Teig ausrinnen könnte).Backzeit kann variieren,bitte sichtkontakt gegen Ende halten und Stäbchenprobe machen.
7. Nach dem Backen den Teig für ca. 10 Minuten in ein feuchtes Tuch wickeln, dann vorsichtig aus der Form nehmen und auskühlen lassen.

Wenn ihr das Lamm hinstellen möchtet, einfach nach Bedarf (je nachdem wie der Teig aufgegangen ist) das untere Ende gerade schneiden.

Nach Belieben noch mit Reissirup, Honig etc. beträufeln und Kokosmehl oder Kokosraspeln als Deko drüberstreuen.

Viel Spaß beim Nachbacken!

Print Friendly, PDF & Email

Mein Name ist Svetlana Hartig (Lana), ich bin verheiratet und Mama von Elena und Julijan. FreshBaby® war eine Idee, die im Zuge der Beikost mit Elena geboren wurde und die mir jeden Tag aufs Neue eine Freude bereitet. Kochen und Backen ist schon lange mein Hobby. Mit FreshBaby & FreshBaby Family möchte ich mein Wissen und meine Leidenschaft an andere Familien und Institutionen weitergeben und euch und eure Lieben kulinarisch verwöhnen.
FreshBaby steht für gesunde und abwechslungsreiche Familienkost und Baby-led Weaning, der selbstbestimmten Beikost für Babys ab 6 Monaten. Unterstützt werde ich dabei von meinem lieben Mann, den beiden Zwergen und vom Thermomix®.
Studiert habe ich Politikwissenschaften und Business Management. Derzeit mache ich noch meine Ausbildung zum dipl.Kinderernährungscoach.

Kommentar verfassen